Dojo Edo


Akio Nagai Shihan, 9. Dan

Akio Nagai Shihan entstammt einer alten Samuraifamilie und wurde 1942 in Japan geboren. Er begann frühzeitig mit dem Karatetraining und bereits im Alter von 17 Jahren wurde ihm der Schwarzgurt verliehen.

Er ist Absolvent der Takushoku Universität, einer der wohl berühmtesten Karate-Universitäten in Japan. Karategrößen wie Sensei Nakayama, Sensei Kanazawa, Sensei Asano, Sensei Miura, Sensei Kawasoe und besonders hervorzuheben, Sensei Funakoshi unterrichteten bzw. trainierten an der Takushoku Dai.

Nagai Shihan gilt als einer der brillantesten Karatetechniker unserer Zeit und hat sein Leben der Verbreitung des traditionellen Karate Do gewidmet. Seit 1965 lebt Nagai Shihan in Deutschland, wo er 1975 den Verband des S.K.I.D. (Shotokan Karate International Deutschland e.V.) gründete und ihn seither als Bundestrainer leitet.

Nagai Shihan

Karate Do

Die Ursprünge des traditionellen Karate Do, wie wir es heute kennen, sind in Okinawa, einer Inselgruppe im Chinesischen Meer, zu finden.
Da der dort ansässigen Bevölkerung das Tragen von Waffen verboten war, entwickelten sie ein waffenloses Verteidigungssystem. Das damalige Karate bestand aus einer Ansammlung von Abwehr- und Blocktechniken, Schlag-, Stoß- und Tritttechniken aber auch Wurf- und Hebeltechniken.

Jedoch war durch königlichen Erlass auch die Ausübung der Kampfkünste untersagt und verboten. Demzufolge gibt es kaum schriftliche Überlieferungen, denn das Training fand ausschließlich im Geheimen statt. Erst 1905 wurde das Karate in Okinawa erstmals als Unterrichtsfach in einigen Schulen eingeführt.

Funakoshi
Gichin Funakoshi Sensei

Durch eine Vorführung, die Gichin Funakoshi Sensei 1922 in Tokio aufführte, begann die Verbreitung der Kampfkunst über die Grenzen Okinawas hinaus. Die Bezeichnung des Karate Do erhielt die Kampfkunst etwa in den  30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Die beiden japanischen Worte, welche den Begriff Kara-te bilden, kann man mit leere Hand übersetzten, während das Schriftzeichen für Do den ganzheitlichen Weg (physisch und mental) bezeichnet und dem Karate einen eigenen philosophischen Schwerpunkt gibt.

Karate Do
Karate-Do

In das heutige Training fließen allerdings wissenschaftliche Erkenntnisse über die Funktionen der menschlichen Muskulatur ein, so dass die verschiedenen Techniken wirkungsvoller aber auch Gesundheitsschonender vermittelt werden können.
Das Training verbessert bei regelmäßigem Üben Kraft, Kondition und Koordination, so dass es sich hervorragend als umfassendes Ganzkörpertraining eignet. Dabei wird großer Wert auf die Entwicklung geistiger und charakterlicher Aspekte gelegt.

Dies stellt  den Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport dar. Gerade durch die Ausrichtung auf die traditionellen Werte kann Karate  Do von Frauen und Männern, Kindern und älteren Menschen gleichermaßen ausgeübt werden.

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